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Berücksichtigung der „Städtebaulichen Kriminalprävention“ bei der Bauleitplanung (aktualisiert)

Antrag zur nächsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am Dienstag, dem 27. Februar 2007

Antrag-Nr. 74
2007-02-07/Wi.
        
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

wir bitten Sie höflichst, nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am Dienstag, dem 27. Februar 2007 zu setzen:

Beschlussvorschlag:
Die Verwaltung wird beauftragt, den Gedanken der „Städtebaulichen Kriminalprävention" bei der Bauleitplanung zu berücksichtigen. Hierzu sollten Gespräche mit der Kreispolizeibehörde geführt und beim Polizeipräsidium Essen sowie dem Kriminalpräventiven Rat in Düsseldorf Erfahrungen eingeholt werden.

Begründung:
Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit werden viele Bürgerinnen und Bürger von Dormagen Opfer von Haus- und Wohnungseinbrüchen.
Um das Sicherheitsgefühl rings um das eigene Heim in Neubaugebieten zu steigern, sollten in Dormagen neue Wege eingeschlagen werden. Mit gutem Beispiel voran geht dabei die Stadt Essen. Dort kooperiert ein Bauträger vor Baubeginn inzwischen mit der Polizeibehörde. Ziel ist der Schutz des Wohngebietes vor Einbrechern, Vandalen und Autodieben. So sei nach Ansicht der Essener Polizei beispielsweise eine „gesunde Mischung" eines Wohnquartiers mit Bewohnern aller Altersgruppen wichtig, um so zu einer permanenten Belebtheit einer Siedlung und damit einer erhöhten Sicherheitslage beizutragen. In jungen Familien sei es zum Beispiel durchaus üblich, dass die Kinder morgens die Schule besuchten und die Eltern beide berufstätig wären. So könne es sein, dass sich vormittags in der neuen Siedlung keine Bewegung zeige

Auch die Planung von weit entfernt vom Grundstück liegenden Parkflächen käme „Autoknackern" sehr entgegen. Im Vordergrund der „städtebaulichen Kriminalprävention" steht eine verantwortliche Planung des Wohngebiets, um die Lebens- und Wohnqualität zu erhöhen.

Hier stünde die Stadt in der Pflicht. Sie könne beispielsweise mit einer überdurchschnittlichen Beleuchtung für die Abendstunden sowie der Schaffung von Kommunikationsangeboten im öffentlichen Bereich für Junge und Alte - wie etwa mit der Errichtung von Spielplätzen, der Aufstellung von Schachtischen, der Anlegung einer Boule-Bahn oder des Angebots von Sitzgelegenheiten - einen wichtigen Schritt in Richtung Sicherheitsgefühl leisten. Die neuen Bewohner sollten sich mit ihrem Bereich identifizieren und so ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln, was wiederum mehr Sicherheit schaffe.

Auch in Düsseldorf kümmert sich eine eigene Fachgruppe des Kriminalpräventiven Rates um den Städtebau. Jeder Bebauungsplan, über den der Rat entscheidet, wird von dem Fachgremium unter kriminalpräventiven Aspekten bewertet. Folgende Aspekte spielen dabei eine Rolle: Entstehen Angst-Räume? Bieten sich besondere Verstecke für potentielle Straftäter?
Diese Empfehlungen sind in Düsseldorf nicht bindend, aber sie bilden eine Hilfe für die Politik im Abwägungsprozess.

Auch die schon vorhandenen Baugebiete sollten mit dieser Maßgabe untersucht werden.


Mit freundlichen Grüßen

  
Wiljo Wimmer     
Fraktionsvorsitzender

Hermann Harig
Ratsmitglied 

Aus der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses vom 27.02.2007

7/1380    Städtebauliche Kriminalprävention bei der Bauleitplanung
Antrag der CDU-Fraktion vom 07.02.2007
Die „Technischen Betriebe Dormagen" erhalten eine Ausfertigung der Drucksache und ihres Beratungsergebnisses, um die angesprochenen Punkte ebenfalls in deren Planungen zu berücksichtigen.
Beschluss:
Der Gedanke der Kriminalpräventation wird in der Bauleitplanung berücksichtigt.
Abstimmergebnis: Einstimmig angenommen

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