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Entwicklung eines Vermarktungs- und Ansiedlungskonzeptes für das Fiege & Bertoli - Areal

Antrag zur nächsten Sitzung des Rates der Stadt am 02.02.2016
Entwicklung eines Vermarktungs- und Ansiedlungskonzeptes für das Fiege & Bertoli - Areal

Antrag-Nr.: A9-057-16

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
wir bitten folgenden Antrag in die Tagesordnung für die nächste Sitzung des Rates der Stadt Dormagen aufzunehmen.

Beschlussvorschlag:
Die Stadt Dormagen wird gebeten, mit dem Eigentümer des Fiege & Bertoli – Areals ein Vermarktungs- und Ansiedlungskonzept zu erstellen. Im Ergebnis sollen zahlungskräftige Gewerbebetriebe mit möglichst geringem Flächenverbrauch aus zukunftsfesten Branchen angesiedelt werden.

Weiter bitten wir um Darstellung, ob und wenn ja, welcher Aufwand betrieben werden muss, um die Fläche vermarktungsfähig zu machen, in welchem Zeitraum dies geschieht und wer die damit zusammenhängenden Arbeiten übernimmt.

Begründung:
Der Presseberichterstattung in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 25.08.2015 ist zu entnehmen, dass das ehemalige, rund 6,5 HA große Betriebsgelände von Fiege & Bertoli westlich der B9 in St. Peter „bald“ vermarktet werden kann. Gemeinsam mit dem Eigentümer, der Fa. HB-S Immobilien, plane die Stadtverwaltung den nächsten Schritt zur Wiederbelebung der schon lange brachliegenden Gewerbefläche. So wurde bereits ein Vertragsentwurf erarbeitet, in dem die Erschließung des Geländes geregelt wird.

Das kürzlich verlassene Haushaltssicherungskonzept, das wir auch weiterhin als Richtschnur unseres Handelns verstehen sollten, sieht eine Einnahmeerhöhung über zusätzliche Gewerbesteuern in Höhe von 13 Mio. Euro vor. Dieser Betrag muss zwingend generiert werden, sofern der Haushaltsausgleich auch aus eigener Kraft gelingen soll. Neben dringend benötigten zusätzlichen Flächenpotenzialen, wie dem Silberseegelände, kommt der Rekultivierung von Brachflächen eine besondere Bedeutung zu. Dies insbesondere aus dem Grund, da die Bezirksregierung genauso wie die Landesregierung ein restriktives und wenig wirtschaftsfreundliches Flächenmanagement betreibt. So ist die Entwicklungschance des Silberseegeländes nicht zuletzt aufgrund des infrage stehenden Autobahnanschlusses in Delrath unklar.

Als Stadt Dormagen müssen wir die Potenziale, die sich uns bieten, bestmöglich nutzen. Im Ergebnis sind diejenigen Unternehmen am attraktivsten, die nachhaltig die höchsten Gewerbesteuern zahlen und dabei möglichst wenig Fläche in Anspruch nehmen; auch der Umweltbelastung und der Frage, welche Infrastruktur bereitgestellt werden muss, kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Aus der attraktiven Lage zwischen Köln und Düsseldorf bei einem vergleichsweise geringen Gewerbesteuerhebesatz kann eine konzeptionelle und zukunftsfähige Ansiedlungspolitik dazu führen, dass wir den Wirtschaftsstandort weiter stärken, attraktive Arbeitsplätze ansiedeln und dringend benötigte Mehreinnahmen generieren.