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Zukünftige Sperrung der Zinkhüttenweg-Autobahnbrücke (erledigt)

Antrag zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Bauangelegenheiten sowie Öffentliche Sicherheit und Ordnung am Dienstag, dem 15. August 2006

Zukünftige Sperrung der Zinkhüttenweg-Autobahnbrücke nach Inbetriebnahme der Autobahnanschlussstelle Delrath für den LKW- und auch PKW-Verkehr

2006-07-10/ Wi

 

 

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

wir bitten Sie höflichst, nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses für Bauangelegenheiten sowie Öffentliche Sicherheit und Ordnung am Dienstag, dem 15. August 2006 zu setzen:

Beschlussvorschlag:
Die Verwaltung wird gebeten, die in der Begründung genannten Vorschläge zu untersuchen, mit allen Beteiligten abzustimmen und eine Teileinziehung des Teilstückes des Zinkhüttenweges vorzubereiten.


Begründung:
In Delrath ist in Verlängerung der Industriestraße der Zinkhüttenweg im Bereich der Zinkhüttenweg-Autobahnbrücke zurzeit für den Schwerlastverkehr mit Ausnahme von Linienbussen gesperrt. Eine Rad- und Fußwegeverbindung ist in diesem Bereich nicht vorhanden und kann aufgrund der vorhandenen Brückenkonstruktion auch nicht realisiert werden.
Im Zusammenhang mit den Planungen für den sechsspurigen Ausbau der A 57 (die Plan-Feststellung soll angeblich im Herbst 2006 eingeleitet werden) ist die Erneuerung und Vergrößerung des Überführungsbauwerkes vorgesehen. Eine Verbreiterung der Zinkhüttenweg-Autobahnbrücke zur Anlegung eines separaten Fuß- und Radweges wäre nur auf Kosten der Stadt Dormagen möglich.

Die Wegstrecke vom Ortmittelpunkt Nievenheim nach Norden über die L 280 und Umgehung Allerheiligen bis zur geplanten Autobahnanschlussstelle Delrath beträgt 4,85 km. Die Wegstrecke vom Ortsmittelpunkt Nievenheim über die Bismarckstraße, Johannesstraße, Industriestraße, Zinkhüttenweg, Siemensstraße bis zur geplanten Autobahnanschlussstelle Delrath beträgt 3,4 km und ist 1,45 km kürzer als über die L 280/ Umgehung Allerheiligen.
Viele Autofahrer aus Richtung Ortsmitte Nievenheim werden den Weg zur Autobahnauffahrt Delrath in Fahrtrichtung Krefeld aufgrund der 1,45 km kürzeren Wegstrecke über die Bismarckstraße, Johannesstraße, Industriestraße, Zinkhüttenweg, Siemensstraße als Schleichweg nutzen und damit zur unnötigen Lärmbelästigung der Anwohner der Industriestraße beitragen.

Eine besondere Verkehrsgefährdung entsteht durch den späteren stärkeren PKW-Verkehr für die ungeschützten Fußgänger und Radfahrer auf der Zinkhüttenweg-Autobahnbrücke. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in diesem Bereich sollte nach der Inbetriebnahme der Autobahnanschlussstelle Delrath die Autobahnbrücke auch für den PKW-Verkehr gesperrt und nur noch als Fahrradstraße mit Zulassung des Linienbusbetriebes ausgewiesen werden. Dies würde zur Verkehrsberuhigung der Wohnbereiche an der Industriestraße und Zinkhüttenweg beitragen. Durch versenkbare Poller könnte der KFZ-Verkehr unterbunden werden.

Dabei sollte auch geprüft werden, den Linienbusverkehr in diesem Bereich zu ändern. Von Delrath aus kann die Autobahnanschlussstelle ja auch über die St. Peter-Straße/ Edisonstraße/ Zinkhüttenweg angefahren werden. Bei der Erneuerung des Überführungsbauwerkes sollte diese Brücke dann in geringerer Breite für den Rad- und Fußgängerverkehr ausgebaut werden.

Es wäre sinnvoll, diese Planungen und Entscheidungen alsbald zu treffen, damit bei der angestrebten Offenlage im Herbst 2006 eine verringerte Breite des Überführungsbauwerkes schon in den Plänen dargestellt werden kann.


Mit freundlichen Grüßen


Michael Jungbluth  
Ratsmitglied

Hermann Harig                           
Ratsmitglied

 

Aus der Niederschrift des Bauausschusses vom 15.08.2006

7/1048 Sperrung der Autobahnbrücke Zinkhüttenweg nach Fertigstellung der Autobahnanschlussstelle Delrath für den Kfz-Verkehr

Ausschussmitglied Harig erläutert kurz den Antrag. Er bittet die Verwaltung um Angabe von Kosten für einen breiteren Ausbau der Brücke mit einem Fuß- und Radweg.

Herr Hansen spricht sich gegen eine Sperrung der Brücke für Pkw-Verkehr aus, da dann der ansässige Landwirt seine Felder nicht mehr erreichen könnte und die Betriebe an der Siemensstraße aus Richtung Delrath nicht mehr angefahren werden könnten. Dieses würde zu Einbußen führen.

Ausschussmitglied Fenes gibt zu Bedenken, dass im Falle einer geplanten Rückstufung der zuständige Straßenbaulastträger die Brücke womöglich nur noch für Fußgänger/Radfahrer bauen würde. Er bittet die Verwaltung um Überprüfung, ob der Straßenbaulastträger zum jetzigen Zeitpunkt noch eine Änderung der Pläne der Brücke veranlassen kann.

Auf Vorschlag vom Ersten Beigeordneten Cyprian fasst der Ausschuss folgenden geänderten Beschluss:
Die Verwaltung wird um Überprüfung der von den Ausschussmitgliedern angesprochenen Bedenken/Anregungen gebeten und wird den Ausschuss über die Ergebnisse in der nächsten Sitzung informieren. Auch die Feuerwehr soll angehört werden.

Abstimmergebnis: Einstimmig angenommen