Planungs- und Umweltausschuss

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Entwicklungskonzept Beethovenstraße / Haberlandstraße

Antrag zur nächsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses, des Sportausschusses und des Betriebsausschusses Eigenbetrieb der Stadt Dormagen
Entwicklungskonzept Beethovenstraße / Haberlandstraße

Antrag-Nr.: A9-041-14

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
wir bitten folgenden Antrag in die Tagesordnung für die nächste Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses, des Sportausschusses und des Betriebsausschusses der Stadt Dormagen aufzunehmen.

Beschlussvorschlag:
Die Sportaußenanlage an der Beethovenstraße wird in enger Abstimmung mit dem nutzenden Verein türkische Jugend Dormagen aufgegeben und zurückgebaut. Dabei werden der Einsatz dezentraler Kleinspielfelder im Bereich des Schulkomplexes Dormagen sowie eine stärkere Nutzung der Außenanlagen des TSV Bayer Dormagen für den Schulsport geprüft.

Es wird geprüft, ob die Sporthalle an der Beethovenstraße aufgegeben werden kann und die Verteilung der Hallenzeiten auf andere Sporthallen im Stadtgebiet möglich ist.

Für das Areal Beethovenstraße / Haberlandstraße wird ein Bebauungsplan für aufgelockerte Wohnbebauung aufgestellt. Dabei ist ein Großteil des derzeitigen Grünzugs zu erhalten und aufzuwerten.

Nach dem Auslaufen der Realschule am Sportpark wird das Gebäude ebenfalls aufgegeben, zurückgebaut und einer Wohnbebauung zugeführt.

Begründung:
Die Stadt Dormagen befindet sich im Haushaltssicherungskonzept. Neben einer kontinuierlichen Aufgabenkritik ist es erforderlich, die Infrastruktur immer wiederkehrend im Hinblick auf ihren Nutzen zu überprüfen und diesen mit den anfallenden Unterhaltungskosten in Relation zu setzen. Dabei verweist der Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt aus dem Jahr 2012 darauf, dass die städtische Infrastruktur und die damit verbundenen Kosten im Vergleich zu Kommunen Dormagener Größenordnung überproportional hoch sind. Aufgabe von Politik und Verwaltung ist es im Sinne einer nachhaltigen Haushaltsbewirtschaftung, die Auslastung der Infrastruktur zu erhöhen und mögliche Synergieeffekte zu erzielen.

Im Bereich Dormagen-Nord existieren neben der Sporthalle an der Beethovenstraße zusätzlich zwei Dreifachturnhallen in städtischem Eigentum. Darüber hinaus sind auch weitere Sporteinrichtungen im Stadtgebiet zeitnah zu erreichen und werden folglich bereits heute genutzt. Diese Kapazitäten sollten insgesamt ausreichen, um den Schulsport sicherzustellen und auch den Bedarf an außerschulischen Hallenzeiten abzudecken. Der Wegfall der sanierungsbedürftigen Sportaußenanlage, der durch den Langen Tisch der Verwaltung als Teil der Einigung der Dormagener Sportvereine als Option aufgeführt wird, könnte durch dezentrale Kleinspielfelder im Schulkomplex Dormagen-Nord kompensiert werden. Weiterhin ist zu prüfen, ob und wie die Sportanlage des TSV Bayer Dormagen stärker genutzt werden kann.

Auch für die Sportaußenanlagen im Stadtgebiet gilt es insgesamt, die Auslastung zu erhöhen. Wir bitten in diesem Kontext ebenfalls darzustellen, wie sich der Wegfall der Spielstätte der Türkischen Jugend auf den Entwicklungsbedarf der Sportanlage in Horrem auswirkt, die bei zukünftiger Nutzung von 2 Vereinen entsprechend zu ertüchtigen wäre. Die Auslastung der Sportplätze in Horrem könnte so erhöht und der Bereich um die Sportaußenanlage sowie die Sporthalle an der Beethovenstraße einer Wohnbebauung in verkehrsgünstiger Lage zugeführt werden.

Um eine hohe Akzeptanz der vorgeschlagenen Quartiersentwicklung für Dormagen-Nord zu erreichen sind die Anwohner, Vereine, Schulen und weitere interessierte Bürger und Sachverständige angemessen zu beteiligen und deren Anregungen in die Planungen mit aufzunehmen.

Weitere Ausführungen können gerne mündlich vorgetragen werden.