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Konzept zur Vermeidung von vorsätzlichen Beschädigungen im öffentlichen Raum

Antrag zur nächsten Sitzung des Haupt- bzw. des Schul-, und Jugendhilfeausschusses der Stadt Dormagen am 29.03.2011 bzw. am 29.06. und 12.07.2011

Konzept zur Vermeidung von vorsätzlichen Beschädigungen im öffentlichen Raum

 

Antrag-Nr.: 42/11

2011-01-27 / He

 

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Hoffmann,

 

wir bitten Sie folgenden Antrag in die Tagesordnungen für die nächsten Sitzungen des Schulausschusses, des Jugendhilfeausschusses sowie des Hauptausschusses der Stadt Dormagen aufzunehmen.

 

Beschlussvorschlag:

 

Die Verwaltung wird gebeten, präventive Aktionen einzuleiten, um vorsätzliche Beschädigungen im öffentlichen Raum zu reduzieren bzw. zu vermeiden.

 

  1. Die Verwaltung wird gebeten eine Kalkulation der durch vorsätzlichen Beschädigungen entstehenden Kosten zu erstellen.

 

  1. Die Verwaltung wird gebeten zusammen mit den örtlichen Medien eine Marketingaktion zu starten, um auf die Schäden und Kosten, die durch die Beseitigung von Beschädigungen entstehen, hinzuweisen. Hierbei ist insbesondere auf emotionale Schäden der Betroffenen, rechtliche Konsequenzen für die Täter sowie auf die Tatsache hinzuweisen, dass die finanziellen Mittel an anderer Stelle, bspw. für den weiteren Ausbau eines jugendspezifischen Angebotes, fehlen.

 

  1. Die Schulverwaltung wird gebeten durch einfache Nachfrage bei den weiterführenden Schulen zu ermitteln, ob es dort einen Bedarf gibt, das Thema „vorsätzliche Beschädigungen im öffentlichen Raum“ in Unterricht und Schule zu thematisieren  Gegebenenfalls kann Informations- und Unterrichtsmaterial zu diesem Zweck flächendeckend und kostenlos zur Verfügung gestellt werden: (etwa: http://www.bahn.de/graffiti/view/mdb/graffiti/2010/MDB78749-projektbericht.pdf).
  2. Die Verwaltung wird gebeten, die Ergebnisse ihrer Untersuchungen dem Dormagener Jugendparlament vorzulegen und in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen weitere Schritte zu entwickeln, um vorsätzliche Beschädigungen nachhaltig zu bekämpfen.

 

Begründung:

 

Durch vorsätzliche Beschädigungen an öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen entstehen Jahr für Jahr große Schäden. Graffiti müssen durch den Eigenbetrieb entfernt, Müll muss aufwändig beseitigt und zerstörte Spielgeräte müssen repariert werden. Hierdurch entstehen der öffentlichen Hand unnötige Kosten und die Bürgerinnen und Bürger werden durch den Anblick belästigt.

 

Dem gilt es mit Aufklärungsarbeit vorzubeugen. Ziel ist es, ein Verantwortungsbewusstsein der nachfolgenden Generationen für öffentliche Güter zu schaffen, um so potentielle Täter von der Tat abbringen und Augenzeugen im Rahmen der sozialen Kontrolle und Zivilcourage zum Eingreifen bewegen zu können. Oftmals handelt es sich um gruppendynamische Prozesse, die mit zielgerichteter Aufklärungsarbeit zumindest eingedämmt werden können.

 

Auch Lehrerinnen und Lehrer sollten in den Stand versetzt werden, ohne erheblichen Mehraufwand präventiv Beschädigungen zu vermeiden.

 

Im Voraus vielen Dank für Ihre Bemühungen. 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

                                                                                 

Wiljo Wimmer                                                André Heryschek

Fraktionsvorsitzender                                       Ratsmitglied