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Breitbandausbau mit interkommunalen und partnerschaftlichen Kooperationen vorantreiben

Heryschek Steinmetz IHKWie die Breitbandversorgung als wichtiger Standortfaktor auch den Dormagener Norden sowie die Gewerbebetriebe erreichen kann, hat der CDU-Fraktionsvorsitzende André Heryschek in seinem jüngsten Termin mit dem IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz diskutiert. Mit ihrem Antrag aus dem Jahr 2013 hatte die CDU-Fraktion eine „flächendeckende Breitbandversorgung im gesamten Stadtgebiet“ gefordert. Seit Mitte 2015 werden bereits im Rahmen einer Kooperation der energieversorgung dormagen (evd) mit der Fa. NetCologne 17.000 Haushalte in Dormagen-Mitte, Horrem, Straberg, Gohr und Broich sowie Rheinfeld und Zons mit einer Übertragungsrate von bis zu 100 Mbit/s versorgt.

„Mit dem ersten Ausbauschritt haben wir in Dormagen eine gute Ausgangsbasis gelegt. Bei der Frage, wie wir auch die nördlichen Stadtteile Ückerath, Nievenheim, Delrath und Stürzelberg sowie St. Peter an das Breitbandnetz angeschlossen bekommen, sollten wir auch über eine interkommunale Zusammenarbeit nachdenken. Dazu bereiten wir gerade einen Prüfauftrag an die Verwaltung vor“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende André Heryschek.

Heryschek weiter: „Konkret sollte in enger Abstimmung mit unseren Nachbarn aus Rommerskirchen und Grevenbroich geprüft werden, ob in einem zweiten Ausbauschritt auch die Orte Ramrath, Villau, Hoeningen und Widdeshoven der Gemeinde Rommerskirchen sowie die Stadtteile Gubisrath, Neukirchen und Hülchrath der Stadt Grevenbroich mit dem Angebot von evd / NetCologne versorgt werden können. NetCologne ist bereits in Rommerskirchen aktiv, eventuell gibt es hier Synergieeffekte. Ebenso denkbar ist eine Ausbauschleife über den Neusser Süden. Dies könnte den Orten Rosellerheide, Rosellen und Allerheiligen zugute kommen, sofern die angelaufene Entwicklung über die Deutsche Glasfaser nicht zielführend sein sollte.“ Andersherum ist aus Sicht der CDU auch zu prüfen, ob eine Versorgung des Dormagener Nordens über die Deutsche Glasfaser Sinn machen könnte.

Im Hinblick auf die Dormagener Gewerbegebiete konnten Heryschek und Steinmetz festhalten, dass ein Breitbandanschluss für viele Unternehmen inzwischen genauso existenziell wichtig ist, wie ein Strom- oder Wasseranschluss. Demzufolge hat die IHK Mittlerer Niederrhein konkret angeboten für das Gewerbegebiet Top West eine Befragung von Unternehmen durchzuführen, aus dem die Versorgungs- und Nachfragesituation der Betriebe hervorgeht und einen runden Tisch zu organisieren: „Als IHK haben wir ein großes Interesse daran, dass unsere Unternehmen bestmögliche Bedingungen vorfinden, um auch in Zukunft innovative Produkte zu erstellen und attraktive Arbeitsplätze im Rhein-Kreis Neuss anbieten zu können. Von daher begrüßen wir, dass es konkrete Überlegungen gibt, wie man die Versorgungssituation der Unternehmen verbessern kann“, so Jürgen Steinmetz.

André Heryschek ergänzt: „Aus der Unternehmensbefragung geht hervor, dass 80 % der Unternehmen eine DSL-Verfügbarkeit für äußerst wichtig halten. Insofern hat die Stadt Dormagen kürzlich eine Chance vertan, indem sie die vor uns liegenden Ausbauprojekte nicht für das Breitbandförderprogramm des Bundes angemeldet hat. Hierauf hatte die IHK im Oktober letzten Jahres hingewiesen. Zur Verfügung standen 2,7 Mrd. Euro. Da das Land keine Mittel für unsere Zwecke zur Verfügung stellt, müssen wir den Weg konsequent in interkommunalen und partnerschaftlichen Kooperationen weitergehen“, so Heryschek weiter.