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Politik einig über Umbenennung der Feuerwehr

Heinen CharlySelten waren sich die Fraktionen im Stadtrat in letzter Zeit so einig: Auf einen gemeinsamen Antrag von CDU, FDP, Zentrum und SPD zur Sitzung des Stadtrates im Dezember hin soll die Berufsfeuerwehr wieder in eine Freiwillige Feuerwehr mit hauptamtlichem Teil zurück überführt werden.

Die Feuerwehr Dormagen besteht – wie landauf, landab in NRW üblich - größtenteils aus ehrenamtlichen Kräften. Mit 291 Mitgliedern ist sie sogar fast viermal so stark, wie der Bereich der hauptamtlichen Feuerwehr und des Rettungsdienstes, in dem 78 Kräfte im Einsatz sind.

„Die Umbenennung in die heutige Berufsfeuerwehr Anfang 2013 diente vor allem dem Zweck, Versicherungsprämien in Höhe von 15.000 €/p.a. einzusparen. Dieses Einsparpotenzial entfällt jedoch durch die bevorstehende Änderung der Satzung der Unfallkasse NRW ab Anfang 2017“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender André Heryschek einen der Gründe für die erneute Änderung.

„Leider hat die Umbenennung seinerzeit jedoch auch eine Reihe von Nachteilen gebracht“, führt Karl-Heinz „Charly“ Heinen, Ressortleiter der CDU-Fraktion und selbst in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv, aus. „Die ehrenamtlichen Kräfte werden nicht oder nur ganz selten in wichtige Entscheidungsprozesse eingebunden. Eine Mitbestimmung des Ehrenamtes in Hinsicht auf die Leitung der Feuerwehr ist gänzlich eingestellt worden und gesetzlich nicht in dem Maße vorgesehen, wie dies bei der Freiwilligen Feuerwehr mit hauptamtlichen Teil der Fall ist.“

Gemeinsam mit seinen Kollegen der kooperierenden Fraktionen von FDP und Zentrum, Karlheinz Meyer und Werner Rieck, aber auch mit Joachim Pälmer von der SPD ist er sich einig, dass durch die Rückbesinnung auf ein bewährtes System das demokratische Prinzip besser Berücksichtigung findet und das Ehrenamt gestärkt werde. So sei es für die Antragsteller unabdingbar, dass die Freiwillige Feuerwehr alle sechs Jahre ein Anhörungsrecht wahrnehmen und darüber entscheiden kann, wer sie führt. Dies sei wesentlich, um den Anteil der ehrenamtlichen Kräfte auch in Zukunft halten und wieder ausbauen zu können.

Wir schätzen die hohe fachliche Expertise der Leiterin der Dormagener Feuerwehr, Sabine Voss, sehr und wollen mit der Re-Organisation der Feuerwehr zu einem verbesserten Miteinander auf Augenhöhe kommen“, so Heryschek. Gleichzeitig vertraue er darauf, dass der Erste Beigeordnete Robert Krumbein in der von ihm einberufenen Arbeitsgruppe Feuerwehr, einem regelmäßig tagenden Führungskreis bestehend aus der Leitung der Feuerwehr, den Sprechern der freiwilligen Feuerwehr, den Löschzugführern sowie Vertretern aus dem hauptamtlichen Bereich, durch eine gute Moderation mit dazu beitragen werde.