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CDU legt Entwicklungskonzept Beethovenstraße / Haberlandstraße vor

Heryschek Andre

Wenn es nach den Vorschlägen der CDU-Fraktion geht, soll für das Areal Beethovenstraße / Haberlandstraße ein Bebauungsplan für eine aufgelockerte Wohnbebauung aufgestellt werden.

„Dazu soll die Sportaußenanlage an der Beethovenstraße in enger Abstimmung mit dem Hauptnutzer, der Türkischen Jugend (TJ) Dormagen, aufgegeben und zurückgebaut werden. Die TJ hatte im Rahmen des Runden Tisches zur Weiterentwicklung der Sportinfrastruktur ihre grundsätzliche Bereitschaft hierzu bekundet. Der Großteil des anliegenden Grünzugs, der derzeit als Park genutzt wird, soll erhalten bleiben und aufgewertet werden. “, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender André Heryschek. „Um die Möglichkeit des Schulsports im Außenbereich aufrecht zu erhalten, soll der Einsatz dezentraler Kleinspielfelder im Bereich des Schulkomplexes Dormagen sowie evtl. eine stärkere Nutzung der Außenanlagen des TSV Bayer Dormagen für z.B. die Bundesjugendspiele untersucht werden. Zudem soll geprüft werden, ob die Sporthalle an der Beethovenstraße aufgegeben werden kann und eine Verteilung der Hallenzeiten auf andere Sporthallen im Stadtgebiet möglich ist. Unser Ziel ist es weiter nach dem Auslaufen der Realschule am Sportpark auch dieses Gebäude aufzugeben und zurückzubauen, um hier ebenfalls weitere Möglichkeiten für Wohnbebauung zu schaffen.“

Für die nächste Sitzung des Stadtrates hat die CDU-Fraktion nun einen entsprechenden Antrag gestellt. Insgesamt geht es darum, ein Gesamtkonzept zu entwickeln, um den Bereich Dormagen-Nord weiterzuentwickeln.

„Die Stadt Dormagen befindet sich nach wie vor im Haushaltssicherungskonzept. Neben einer kontinuierlichen Aufgabenkritik ist es deshalb erforderlich, die Infrastruktur immer wieder mit Blick auf ihren Nutzen zu überprüfen und diesen zu den anfallenden Kosten in Relation zu setzen“, erläutert Ratsherr Dieter Leuffen, finanzpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. „Dabei weist schon der Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt aus dem Jahr 2012 darauf hin, dass die Kosten für die städtische Infrastruktur im Vergleich zu Kommunen Dormagener Größenordnung überproportional hoch sind. Aufgabe von Politik und Verwaltung ist es im Sinne einer nachhaltigen Haushaltsführung daher, die Auslastung der Infrastruktur zu erhöhen und mögliche Synergieeffekte zu erzielen.“

„Im Bereich Dormagen-Nord befinden sich neben der Sporthalle an der Beethovenstraße zwei Dreifachturnhallen in städtischem Eigentum. Darüber hinaus sollte die Nutzung der Ringerhalle für den Schulsport für geeignete Lehrplanabschnitte geprüft werden. Auch über eine Erweiterung u.a. der vorhandenen Laufbahn und Sprunganlage an der Erich-Kästner-Grundschule sollten wir diskutieren. Diese Kapazitäten dürften dann insgesamt ausreichen, um den Schulsport vernünftig sicherzustellen und auch den Bedarf an außerschulischen Hallenzeiten abzudecken“, gibt Martin Seewald, Sprecher der CDU-Fraktion im Betriebsausschuss Eigenbetrieb, einen Ausblick auf die nächsten Schritte.

Die Christdemokraten weisen darauf hin, dass der Wegfall der sanierungsbedürftigen Sportaußenanlage den Haushalt zusätzlich entlastet und dazu beiträgt, dass die Vorgaben des HSK erfüllt werden. Zu prüfen ist aus ihrer Sicht, wie sich der Wegfall der Spielstätte der Türkischen Jugend auf den Entwicklungsbedarf der Sportanlage in Horrem auswirkt, die bei zukünftiger Nutzung von zwei Vereinen entsprechend zu ertüchtigen wäre.

Aufgrund der Vielzahl an Interessenslagen schlägt die CDU-Fraktion darüber hinaus vor, die Anwohner, Vereine, Schulen und weitere interessierte Bürger und Sachverständige angemessen zu beteiligen und deren Anregungen in die Planungen mit aufzunehmen, um so eine hohe Akzeptanz der vorgeschlagenen Quartiersentwicklung für Dormagen-Nord sowie der Schulsportversorgung zu erreichen. Hierzu kündigt die CDU bereits jetzt eine Zukunftswerkstatt an.